12 in 2012: Monatsrückblick Juni

Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei. Irgendwie kommt mir das ganz unwirklich vor. Bisher ist vieles ganz anders gekommen wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber genau so ist das Leben.

  1. Japanisch Kochen. 9 von mind. 12 Rezepten gekocht.
  2. Femininer Kleiden. Hier habe ich ganz tolle Fortschritte gemacht. Sobald es warm genug ist, trage ich Röcke. Bei einer Shopping-Tour habe ich mich getraut: weg von den schwarzen Standard-Tops, hin zu blassrosa Spitzenblüschen und Kleidern. Auch ein neuer, langer Rock durfte Einzug halten ♥
  3. 12 Light Novels lesen. 0 von 12 Light Novels gelesen. La la laa~ ♪♫
  4. Mangas auf Japanisch lesen. 0,5 von 4 angestrebten Mangas gelesen. Ähm, ja.
  5. 5kg Abnehmen. Ich halte mein Gewicht und die Ernährung wird zusehends gesünder.
  6. Kanji lernen. Stand: 610 Kanji. Keine Fortschritte.
  7. Bento. (Bentos der Woche: #1, #2, #3, #4)
  8. Wellness & Beauty. Die Haare hätten langsam wieder einen Schnitt nötig. Diesen Monat hatte ich die Nägel in Babyrosa mit türkisen Schmetterlingen drauf :D
  9. Ausmisten. Altlasten auf ebay verkauft, einige Bücher losgweworden, Papiere geordnet und durch den überfluteten Keller zum Entrümpeln gezwungen worde. Perfekt! Zusätzlich habe ich Karen Kingston’s Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags gelesen.
  10. Nähen lernen. Später.
  11. Kräuter. Ei ei ei, einige musste ich aufgeben, die neu angesäten haben mein Wochenende in Nürnberg nur zum Teil überstanden. Aber ich gebe nicht auf!
  12. Weltverbesserer. Das Universum schickt mir Informationen und Wegweiser, ohne dass ich gezielt danach suchen muss. Ein Grund mehr davon überzeugt zu sein, auf dem richtigen Weg zu sein. Meine Freunde, die immer zuhören, was mich wieder beschäftigt, und selbst so manche Veränderung mitgehen, sind mir eine große Hilfe. Und Mr. Perfect ist an meiner Seite und unterstützt mich in allem ♥

Auch wenn ich immer das gefühle habe ich hätte in diesem Monat nichts geschafft, stelle ich durch den Rückblick immer fest: ich habe doch eine Menge geleistet. Viele 12 in 2012 Punkte sind mir schon so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich ihre Ausführung nicht mehr gezielt planen muss. Mein Projekt macht mir immer noch große Freude und euch hoffentlich auch.

Alles Liebe,



Hallo Juli

via we ♥ it

Juli. Sommerhitze und Gewitterprickeln. Glühwürmchen, Beerenglück und laue Terrassenabende machen das Leben perfekt.

Jahreskreis. Die Natur genießen und emsig für die mageren Monate konservieren. Heumond.

Ich. Endspurt. Blockaden auflösen. Ängste überwinden. Geburtstag ♥

Alles Liebe,



Die Ernährung ändern, aber wie?

Etwas ändern, aber wie?

Da saß ich nun, erst die Begegnung mit dem Kleb-Fleisch, dann auch noch die Doku über Fleischkonsum und die globalen Folgen. Ich wollte etwas an meinen Ernährungsgewohnheiten ändern, aber wie?

Egal, was ich im Leben angehe, ich bin fest davon überzeugt, dass es ein passendes Buch dazu gibt. amazon war in diesem Fell mal wieder mein Freund und ließ mich zuerst auf Michael Pollans Buch 64 Grundregeln ESSEN stoßen. Faustregeln, an die man sich halten konnte? Klingt nicht schlecht, dachte ich mir. Einige Rezensionen wiesen bereits auf Pollans anderes Buch Lebens-Mittel hin, quasi eine ausführlichere Version der 64 Grundregeln.

Also bestellte ich beide Bücher kurzerhand in der Bibliothek und hatte sie nur wenige Tage später in Händen.

64 Grundregeln ESSEN

In diesem Buch gibt einem Pollan durch seine Regeln ein Hilfsmittel in der Hand, das im Supermarkt hilft zu entscheiden, was in den Einkaufskorb wandern sollte und was lieber nicht. Hinter manchen der Regeln stehe ich nicht uneingeschränkt, bei den meisten aber denkt man sich schon bei der Überschrift: klar, eigentlich logisch.

Es geht darum echte Lebens-Mittel zu kaufen. Pollan definiert diese als alles, was nicht von der Lebensmittelindustrie komplett künstlich verändert oder gar komplett konstruiert wurde. Wir reden von Äpfeln, Birnen und Kartoffeln. Fisch (nicht in Fischtsäbchenform), Fleisch, Salat, Nüssen und Getreide. Müsli, das zum Beispiel aus Vollkornflocken besteht, nicht aus Cornflakes und Schokocrunchies. Man könnte die Liste unendlich weiterführen.

Für wen ist das Buch? – Meiner Meinung nach taugt das Buch gut für einen ersten Einstieg in das Thema sinnvolle und gesunde Ernährung. Es ist für Leute, die sich einfache Regeln wünschen, was man kaufen und wie man essen sollte, aber nicht zu sehr an Hintergrundinfos interessiert sind.

Gehöre ich dazu? – Ganz klar nein, denn schließlich wollte ich mehr wissen. Viel mehr ;)

Lebens-Mittel

Wow, ich habe das Buch verschlungen (fragt Mr. Perfect, er hat mich ein paar Tage nur noch mit der Nase in den Seiten gesehen). Michael Pollan ist Journalist und hatte ursprünglich selbst nicht so viel Ahnung vom Essen und der Lebensmittelindustrie. Dann bekam er den Auftrag ein Buch darüber zu schreiben und recherchierte zwei Jahre lang. Seine Schlussfolgerungen und Entdeckungen kann man in Lebens-Mittel lesen (die 64 Grundregeln waren ein Nebenprodukt der Recherchen). Und es ist wahrlich ein Vergnügen Pollan auf seinem Weg zu folgen. Sicher schluckt man manchmal gewaltig, aber er spart nicht mit Selbstkritik und desöfteren musste ich beim Lesen laut lachen.

Pollans Buch basiert zu großen Teilen auf der These, dass wir uns dem Nutritionismus verschrieben haben. Wir sehen eine Karotte nicht mehr als solche sondern als eine Ansammlung von verschiedenen Vitaminen, Spurenelementen, Ballaststoffen usw. Der Nähwert eines Lebensmittels ist für uns wichtiger geworden, als das Lebensmittel selbst. Dabei ist so vieles auf diesem Gebiet noch nicht erforscht. So ist uns (nur als Beispiel) klar, dass es gesund ist einen Apfel zu essen, weil er Vitamine enthält. Allerdings wirken Vitamine in ihrer Reinform gegeben zum Teil krebserregend. Daher argumentiert Pollan, dass es nicht das Vitamin alleine ist, das gesund ist, sondern das Zusammenspiel vieler Faktoren innerhalb eines Lebensmittels.

Daher der Aufruf sich auf Lebens-Mittel zu konzentrieren und nicht das Knuspermüsli mit Vitaminzusatz zu kaufen.

Zusätzlich erzählt er von der Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie. Dass früher in den USA künstlich verändertes gekennzeichnet werden musste, sowohl farblich als auch mit dem Hinweis „Ersatzlebensmittel“. Deshalb war Margarine rosa eingefärbt (was die Leute zurecht skeptisch machte). So etwas wie Low Carb Spaghetti heutzutage müsten „Ersatz-Spaghetti“ heißen. Doch durch geschickte Lobbyarbeit wurde das Gesetz gekippt.

Auch wurde eine Empfehlung unterbunden, die beinhaltet hätte weniger Fleisch zu essen. Stattdessen – und jetzt haltet euch fest – kam es zu der ganzen „Esst weniger Fett“-Kampagne! Das war eine Verlegenheitsaktion, die auf nicht fundierten Studien fußte. Die Macht der Lebensmittelindustrie ist nicht zu unterschätzen und hat weitrechenden Einfluss auf unser aller Lebens- und Essgewohnheiten.

Aber ich seh schon, der Eintrag wird länger und länger. Auf so manches gehe ich vielleicht nochmal genauer in anderen Posts ein. (ich sage nur: fettarm gibt’s bei mir nicht mehr und es geht mir so gut damit. Hallo, Lebensqualität!)

Für wen ist das Buch? – Für alle, die Hintergrundinfos zur Lebensmittelindustrie möchten und bereit sind sich darauf einzulassen, dass sie die Dinge nicht mehr so sehen werden wie vorher. Das Ganze ist noch in einen angenehmen Schreibstil mit einer guten Portion Humor verpackt und wirklich uneingeschränkt empfehlenswert.

Lebens-Mittel war mir eine großartige Hilfe besser zu verstehen, wie sich die Lebensmittelindustrie die letzten Jahrzehnte verändert hat und auf wie viele Werbetricks wir reinfallen.

Alles Liebe,



Die spontane Häkeldecke

Längst bevor ich die Ripple-Decke fertig hatte, liefen in meinem Kopf Pläne für das nächste, große Häkelprojekt. African Flowers wurden ausprobiert und mit dem Granny Stripe Muster herumexperimentiert. Für beides hätte ich neue Wolle kaufen müssen, dabei sind noch so viele Reste vom Ripple-Blanket über.

Und neulich dann überkam es mich einfach. Ich warf alle Pläne und Überlegungen über Board, holte eines meiner japanischen Handarbeitsbücher aus dem Regal, schnappte mir meine Wollreste und legte los.

Das Buch hatte ich damals vorwiegend wegen den Bildern von der hübschen und vor allem farbenfrohen Decke gekauft. Aber ihr wisst bestimmt auch wie das ist. Man sagt zwar, man möchte dieses oder jenes Projekt mal realisieren, aber man rechnet nicht wirklich damit, dass es tatsächlich irgendwann passiert.

Umso überraschter war ich, als ich mich häkelnd auf der Couch wiederfand und mir nichts, dir nichts zwei Hexagone (von 34) fertig hatte.

Also musste ich doch ein bisschen planen und meine Wollreste nach Farben sortieren. Im Anleitungsteil des Buchs gibt es eine Farbtabelle, aber da es anstrengend ist, immer die Farbnamen auf Japanisch zu lesen, habe ich mir kurzerhand eine visuelle Hilfe gemalt.

Seitdem häkel ich vor mich hin, vor allem während den Vorrunden-Spielen der Fußball EM bin ich ein gutes Stück vorangekommen.

Alle meine Zweifel (langweilig; man hat das Gefühl man würde nie fertig) bezüglich einer Decke aus Granny Squares/Hexagons/etc. sind wie weggeblasen. Fast die Hälfte der Sechsecke ist fertig. Spontan ist eben manchmal eine echt gute Idee.

Alles Liebe,



Bentos der Woche 24.2012

Es gab mal wieder Reste-Essen, aber sooo lecker. Für eine Grillparty hatte ich Grillkäse gekauft. Zusätzlich wollten ein paar Kartoffeln endlich gegessen werden.

Nein, ein großer Kartoffel-Fan bin ich nicht, aber meine Oma hatte sie für mich immer in „Rahm-Kartoffeln“ verwandelt (kennt ihr das auch?). Solche habe ich nun nach vielen Jahren wieder probiert zu machen und sie sind superleckerschmecker geworden. Zusätzlich knackiges Gemüse und fertig ist die perfekte Bento-Box.

Links: Grillkäse und Paprika. Mitte: Rahm-Kartoffeln mit Bio-Salami und Gurkenscheiben in Pflaumenblütenform. Rechts: Cherry-Tomaten.

Mehr zum Projekt 12 in 2012 erfährst du hier.

Alles Liebe,