Love it, change it or leave it – wenn der Job nicht passt, wird er passend gemacht

Love it, change it or leave it

Die meisten von uns verbringen den Großteil der Woche am Arbeitsplatz, sei es nun Büro oder etwas anderes. Jeder einzelne Tag bestimmt ein Stückchen mehr wie glücklich unser Leben ist. Was also nun, wenn es im Job nicht passt? Was, wenn es gar so ist, dass er einen belastet, um den Schlaf bringt oder sogar krank macht?

Ich persönlich bin eine ziemlich sensible Pflanze. Mit „9 to 5“ Jobs war ich noch besonders gut. Es macht mich unglücklich, den gröten Teil des Tages von zu Hause weg zu sein. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich nicht arbeiten wollen würde. Es geht um das was, wann, wie lange und auch wo.

Lange Zeit habe ich mich regelrecht geschämt: Bin ich nicht normal? Wieso kommen alle andere damit klar, auch wenn ihnen die Arbeit nicht gefällt? Wenn keine Freizeit mehr bleibt, weil mann knapp 12 Stunden am Tag als Pendler unterwegs ist? Was stimmt nicht mit mir?

Mittlerweile stehe ich da besser drüber. Wahrscheinlich bin ich nur ehrlicher damit zuzugeben, dass ich mir weniger Zeit im Büro und mehr Zeit für mich wünsche. Ich bin mir wichtig! Radical Self Love, anyone?

So kam es, dass auch die Stelle, die ich Mitte August begonnen habe, langsam schleichend belastend für mich wurde. Kurz vor Weihnachten stand ich kurz vor dem Kollaps, wusste nicht mehr, wie ich es weiter schaffen sollte. Ausschlaggebend dafür waren die Art und Dauer der Arbeit. Über Wasser hingegen hielten mich meine tollen Kollegen. So war ich also in einer total netten Truppe gelandet, wollte aber nicht mehr das sein, wofür ich eingestellt worden war. Und das in der Probezeit! Was tun?

Letztendlich nahm ich mir ein Herz und erbat ein Gespräch mit meinen Chefs. Und wisst ihr was? Sie reagierten sehr veständnisvoll und gaben mir die Möglichkeit innerhalb der Agentur den Fokus auf ein anderes Aufgabengebiet zu legen. Und das macht mir viel mehr Spaß. Wovor hatte ich solche Angst gehabt?

Zu guter letzt gab es vor drei Wochen ein weiteres Gespräch. Und daraufhin bin ich seit Anfang dieser Woche runter auf Teilzeit. Auch darauf gingen meine Chefs bereitwillig ein und ich habe keine schrägen Blicke oder Unverständnis geernet.

Alles in allem musste ich einfach nur nach dem Fragen, was ich mir wünschte und habe es auch bekommen. Es ist sicherlich nicht immer und an jeder Arbeitsstelle so einfach. Doch Fragen schadet nicht. Man muss nur den Mut dazu aufbringen.

Mut, den brauche ich auch weiterhin. Denn weniger Arbeit bedeutet nicht nur mehr Zeit sondern leider auch weniger Geld. Logisch. Doch auch damit werde ich klarkommen. Es geht schließlich ums glücklich sein, nicht ums reich werden ;)

Wann war das letzte Mal, dass euer Mut belohnt wurde? Was war etwas, dass euch geängstigt hatte, und letztlich doch ganz einfach zu lösen war? Erzählt ihr’s mir?

Alles Liebe,



4 Gedanken zu „Love it, change it or leave it – wenn der Job nicht passt, wird er passend gemacht

  1. Sari sagt:

    Das lässt sich eigentlich auf nahezu jede Situation anwenden, die Veränderung im Alltag oder direkt im Leben bedeuten, oder? Jedes Mal, wenn es mit einem größeren Schritt verbunden war oder ist, habe ich lange gezögert. So zum Beispiel beim Kleingewerbe…

    • Mina sagt:

      Bei mir ist das so halb halb. Manchmal gehe ich schon nahezu naiv und sorglos an die Dinge heran. So mein Gewerbe ;) Bei anderen Gelegenheiten zögere ich dann ewig.

  2. denden sagt:

    Ich versuche meinem liebsten zur Zeit klar zu machen, dass wir, wenn wir noch ein paar Jahre in unserer Minibude bleiben, beide in Teilzeit arbeiten könnten. Dazu müssten wir uns nur die Wohnung entsprechend herrichten und arrangieren.
    An sich bin ich begeistert von der Idee und er hat eigentlich auch nichts einzuwenden (außer dass er eben in eine größere Wohnung möchte), aber auf lange Sicht gerechnet schneidet weniger Gehalt schon ein, schließlich zahlt man auch weniger in die Rentenkassen ein. Es sind ja jetzt schon immer mehr Leute von Altersarmut betroffen. Aber wer kann schon sagen, wie das Rentensystem aussieht, wenn wir mal so weit sind. Insofern muss man sich lediglich die Frage stellen, lebe ich im hier und jetzt oder denke ich auch an meine Zukunft. Aber da in dem Bereich eh auf kurz oder lang eine Änderung eintreten muss, denke ich wäre das für uns auch die bessere Entscheidung. Vollzeit können wir immer noch arbeiten, wenn beide Kinder in der Schule sind und am Nachmittag selbständig ihren Hobbies nach gehen, schließlich sind sie nur ein mal so klein :)
    In meinem Umfeld, arbeitet übrigens so gut wie keiner Vollzeit, aber das sind eben auch alles Eltern. Und ich habe auch den Eindruck, dass das hier in München selten ein Problem ist, wenn man danach fragt.
    Schön, dass Du Dich getraut hast und nun hoffentlich wieder mehr Zeit für Dich hast – Pendeln darf man eben nicht unterschätzen.

  3. Coppy sagt:

    Eine gute Entscheidung. Wichtig ist nur, dass es bei Teilzeit bleibt. Mein Chef hat vor einigen Jahren zum Thema Teilzeit gemeint, dass er das nicht so gerne mag, weil die Mitarbeiter dann dazu tendieren, nach den entsprechenden Stunden den Stift fallen zu lassen und keine (unbezahlten) Überstunden machen. :-) Ich denke, es wäre das Schwierigste für mich, Dinge einfach liegen zu lassen.

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