Abschied von Bennybunny

Gestern am 28.08.2013 ist Bennybunny über die Regenbogenbrücke gehoppelt. Mein kleiner vertrauensvoller, grantiger Kaninchenmann hat bis zum Schluss das beste aus seinem Leben gemacht. Er war bis zuletzt munter unterwegs und immer in meiner Nähe. Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben wie weh es tut, ihn zu verlieren.

Ich bin dankbar, dass ihm ein letzter, nervenaufreibender Trip zum Tierarzt erspart geblieben ist. Stattdessen hat sein Herz aufgehört zu schlagen, als die Zeit natürlich gekommen war. Als ich von der Arbeit nach Hause kam, lag er einfach so da.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr habe ich erlebt, wie seltsam es ist, wenn die Seele des geliebten Gegenüber nicht mehr da ist und nur ein unbedeutender Körper zurückbleibt. Trotzdem haben wir ihn nochmal gestreichelt. Mr. Perfect, Mama und ich. Die schwarzen Schlappohren und das kuschelige Fell.

Abschied von Bennybunny

Abschied von Bennybunny

Abschied von Bennybunny

Abschied von Bennybunny

Abschied von Bennybunny

Kleiner Schnuffler, sechs Jahre lang hast du mein Leben lebenswerter gemacht. Ich vergesse dich niemals ♥

Alles Liebe,



Unschöne Diagnosen

Gwen und Bennybunny

Manchmal fehlt sie mir sehr. Meine kleine Gwen (links im Bild), die der Grund war, warum ich überhaupt angefangen habe mit Kaninchen zusammen zu leben, hoppelte im Juni 2010 über die Regenbogenbrücke. Heute war ich beim Tierarzt und habe erfahren, dass Benny ihr bald folgen wird.

Immerhin konnte ich ihn wieder mit nach Hause nehmen. Solange er frisst, rumhopst und sich putzt, geht es. Nur ein Auge muss ich auf ihn haben, falls er schmerzen bekommt und den Appetit verliert.

Verrückt, dass ich seit ein paar Stunden immer wieder weinen muss. Schließlich kam das ja nicht von heute auf morgen. Nur jetzt, da ich sicher weiß, dass er krank ist und ich ihn verlieren werde, da kullern eben die Tränen. Er selbst weiß nicht, dass er krank ist. Angenervt von den Tierarztbesuchen heute vielleicht, aber sonst…

Wobei, vielleicht täusche ich mich aber auch. Gerade erholt er sich von den Strapazen des Tages und Mickey und Tartuffo sind ganz nah an ihn gekuschelt. Abschiednehmen auf Kaninchenart.

Ich werde es ähnlich machen und jeden Tag genießen, den ich noch mit ihm habe. Und wer weiß, vielleicht geschieht ja auch ein Wunder. :usagi: :heart_bubble:

Alles Liebe,



Meine Teppich-Kaninchen

Manchmal frage ich mich, wofür wir eigentlich ein Kaninchengehege haben. Mit meinen Dreien funktioniert „Einsperren“ nämlich denkbar einfach: Man setze sie auf einen Teppich. Punkt.

Wenn ich das Hasenreich sauber mache und meine Ruhe von den neugierigen Schnuffschnauzen möchte, schnappe ich sie mir und setze sie mit Klo auf einen der Flickerlteppiche mitten im Wohnzimmer. Dann kann ich mich darauf verlassen, dass sie keinen Unfug anstellen. Die Herrschaften laufen nämlich nicht gern auf dem normalen PVC-Boden, genau genommen gar nicht  (Früher schon, aber irgendwann haben sie es „verlernt“).

Haben eure Ninis auch so Luxusallüren? ;)

Alles Liebe,



Hier kommt die Mouse

Fragt ihr euch schon so langsam, was eigentlich aus dem Kaninchenmädchen geworden ist, das ich aufgenommen habe? Endlich wird es Zeit. Darf ich vorstellen: Ihr Name ist Mouse. Mickey Mouse.

Einen Mäusename für ein Kaninchen, und noch dazu den einer männlichen Maus? So ist das eben manchmal, wenn Tiere von Kindern benannt werden ^^ Und ihr könnt euch vorstellen, dass sie alle möglichen Mäuse-Kosenamen von mir bekommt, von daher finde ich das schon in Ordnung.

Aktueller Stand ist, dass Mickey im Badezimmer lebt. Dort war es am einfachsten alles wegzuräumen, damit die Madame frei hoppeln darf. Aber, sie mag noch nicht ^^; Seit nunmehr zwei Wochen beschränkt sie sich auf den Übergangskäfig und zeigt keinerlei Forscherdrang. Sie weiß zwar, dass sie raus kann und steckt schon mal die Schnauze vor die Tür, um mich zu begrüßen, aber Rundgänge…Fehlanzeige. (Hat da jemand vielleicht Erfahrung? Soll ich sie rauslocken oder ihr einfach die Zeit lassen, die sie braucht?)

Die Vergesellschaftung mit meinen beiden Männern hatte ich erst mal abgebrochen. Ich habe zwar viel darüber gelesen und selbst schon ein paar gemacht, doch ein wichtiges Detail hatte ich übersehen: Hat man erst einmal damit begonnen, müssen die Kaninchen zusammen bleiben, bis der Rang ausgekämpft ist und sie sich gegenseitig putzen.

Meiner bisherigen Erfahrung nach dauert es einige Stunden. In diesem Fall scheint es langwieriger zu werden, meine drei Hoppler haben sich nämlich mehr oder weniger ignoriert. Und der (kaninchenrevierneutrale) Raum, an dem das ganze stattgefunden hat, war nicht dafür geeignet sie tagelang dort zu lassen.

Also alles zurück auf Anfang und besser planen. Andere großartige Erfolge gibt es aber durchaus zu verzeichnen. Das etwas träge und apathisch wirkende Karnickel ist viel aufgeweckter geworden, schnufft einem neugierig entgegen und das allerwichtigste: sie ist umgestellt weg von Supermarkt-Körnchen-Futter hin zu Heu und frischem Obst und Gemüse. Mit dieser Maßnahme und hoffentlich bald wildem Rumtollen mit den anderen Beiden im Wohnzimmer werden wir auch noch dem schmucken Doppelkinn Herr.

Alles Liebe,



Unerwarteter Zuwachs

Es gibt Momente im Leben, da geht es schnell. Liebe auf den ersten Blick zum Beispiel. Oder diese Momente, in denen man einfach weiß, dass man gerade das Richtige tut.

Bei mir war gestern so ein Moment, als ich bei Verwandten war und plötzlich erstaunt feststellen musste, dass sie ein Kaninchen haben. Nur eins? – Ja, leider nur eins.

Es war gelaufen, wie es oft der Fall war. Ursprünglich waren es zwei gewesen, doch ich nehme an bei der Vergesellschaftung ist von Anfang an etwas schief gelaufen. Die beiden hatten sich nicht verstanden, das eine wurde aggressiv und begann Frauchen und Kinder zu kratzen und beißen. Als es starb, fiel schnell die Entscheidung kein zweites Kaninchen mehr dazu zu holen. Irgendwo verständlich, denn was, wenn es wieder schief gehen würde?

Also saß da eine einsame Kaninchendame mit ein bisschen Doppelkinn, die mir kurzerhand auf den Schoß gepackt wurde. Und dann kam er, der Moment. Denn die Mümmelmadame schien sich sichtlich wohl bei mir zu fühlen. Sie stubste mich an, vergrub den Kopf in meinem Kleid und krabbelte an mir hoch um mir ins Gesicht zu schmusen. Ist euch klar, was passiert ist?

Ich habe sie mitgenommen :usagi: :heart_pink:

Jetzt heißt es Daumen drücken, dass die Vergesellschaftung mit meinen beiden Herren gut über die Bühne geht. Bisher sieht es nicht schlecht aus, aber da der Neuzugang im normalen, sozialen Umgang mit anderen Kaninchen nicht so geübt ist, geht es etwas langsamer als bei meinen bisherigen Vergesellschaftungen. Auch werde ich mich um eine neue Hasenhöhle kümmern müssen.

Aber das lässt sich regeln. Denn ich weiß, ich habe das Richtige getan.

Alles Liebe,