Bazinga! oder wie ich mal schnell nach Stuttgart und wieder zurück fuhr und den JLPT N2 bestand ohne zu lernen

Projekt 12 in 2013 - JLPT N2 machen

Heute gibt es einen Nachtrag zum Projekt 12 in 2013. Ja, genau. Vorjahresprojekt. Aber sicher könnt ihr euch erinnern, dass ich im Dezember den JLPT absolviert habe, einen international anerkannten Japanischtest, ähnlich dem TOEFL für Englisch.

Am 1. Dezember düste ich mit dem Zug nach Stuttgart, völlig unvorbereitet, nachdem die Wochen davor in Job und Familie zu viel los war. Und dadurch absolut tiefenentspannt.

Im Nachhinein betrachtet, war das das Beste, was mir passieren konnte. Denn hätte ich gelernt gehabt, wäre ich wohl ähnlich den Nervenwracks mit mir im Zug tausend Tode gestorben.

JLPT N2 bestanden

Ich hatte mir keine Chancen ausgerechnet zu bestehen. Meine Familie hingegen sah das anders. „Den hast du bestanden! Eben weil…“ Und heute geschah dann das Wunder:

JLPT N2 bestanden

Ich habe bestanden. BAZINGAAAAAAAAAAAAA! Die richtige Mischung aus gutem Hörverständnis, Grammatikgespür und dem Quäntchen Glück als Ausgleich für die Teile, in denen ich nicht so gut war, bescheren mir ein tolles Zertifikat und zumindest für heute ein überbordendes Selbstbewusstsein. Juhuuuuuuuuu!

Was für ein krönender Abschluss für das Projekt und auch mein Studium ♥

Alles Liebe,



Lust und Frust am Kanji-Lernen

Vor einigen Wochen habe ich mir einen Plan zurecht gelegt. Bis zum Jahresende lerne ich jeden Tag 11 Kanji. So müsste ich bis Ende Dezember mit RTK1 (Heisigs Remembering the Kanji Band 1) durch sein und mein vorläufiges Ziel wäre erreicht…Wäre…

Jetzt läuft das jeden Morgen so: Ich stehe auf, wiederhole alle fälligen Kanji und danach kämen theoretisch die elf neuen Schriftzeichen.

Was nach so wenig klingt, verlangt mir in Wirklichkeit alle Gehirnressourcen ab, die noch über sind. An manchen Tagen läuft es gut, so wie heute, da habe ich gleich das doppelte geschafft. Meistens aber schaffe ich nur ein paar oder lasse es ganz sein.

Das mit den Kanji und mir, das ist ein Auf und Ab der Gefühle. Heute habe ich von einem gelesen, der RTK1 in 8 Wochen (!) durchgearbeitet hat *Kinnlade nach unten klapp* Da fragt man sich schon gleich, was bei einem selbst falsch läuft. Gleichzeitig motiviert mich das aber auch. Vielleicht könnte ich doch das Tempo ein wenig anziehen!?

Und am schönsten sind die Momente, wenn ich ein Zeichen lerne, von dem ich genau weiß, dass ich es in gewissen japanischen Wörtern schon soo oft gesehen habe, aber mir nie merken konnte. In Zukunft werde ich es lesen können UND schreiben. Wen ich mir das bewusst mache, wird mir ganz wohligwarm im Bauch. Dann ist die Japan-Liebe da und ich weiß, warum ich es schaffen kann.

Mehr zum Projekt 12 in 2012 erfährst du hier.

Alles Liebe,



Japan ist in den kleinen Details

Einer der bisher unscheinbarsten und doch allerwichtigsten Punkte beim Projekt 12 in 2012 ist das Erlernen aller 1.945 Jōyō-Kanji (naja, seit 2010 sind es eigentlich 2.136 Stück).

Als Studentin der Japanologie (seit, ach, zu vielen Jahren) ist es ja eigentlich peinlich zuzugeben, dass man sie immer noch nicht kann *seufz* (ich seufze gerade wirklich, während ich das schreibe *lach*). Es ist ja nicht, als wäre ich bisher zu faul dazu gewesen. Viele kann ich im Zusammenhang lesen, aber egal wie oft ich sie nach der klassischen Methode geübt habe, möchte ich sie schreiben oder anderweitig aktiv abrufen scheinen sie meinen Gehirnwindungen wieder entfleucht zu sein, einfach so -_-

Deshalb lerne ich ja nun schon länger nach der Heisig-Methode. Diese liegt mir sehr, dennoch geht es auch hier zäh. Der restliche Stress frisst all meine geistigen Ressourcen.

Doch wer aufgibt, hat schon verloren. Deshalb lasse ich mich nicht unterkriegen, wiederhole kontinuierlich, versuche so viele neue Zeichen wie möglich dazu zu lernen. Am besten lernt man, wenn man etwas liebt. Und ihr wisst, ich liebe meine zweite Heimat Japan. Jeden einzelnen Tag trage ich all diese Erinnerungen der neun Monate dort mit mir, die wie flüssiges Glück durch mich strömen und egal in welcher Situation ein Lächeln auf meine Lippen zaubern.

Beim Kanji lernen passiert das, wenn ich einen Blick auf meinen Bleistift werfe, auf den kleinen Cupcake-Topper mit den Zuckerherzchen und -sternen, der keinen anderen Zweck erfüllt, als niedlich zu sein…und mich daran zu erinnern, wie sehr ich es eigentlich liebe das Japanisch lernen, alles was damit zusammen hängt, das Gefühl, dass ich irgendwann wieder hinfliegen werde, um weitere putzige Schreibwaren zu kaufen :pen: (unter anderem ;D)

Japan ist eben in den kleinen Details. In meinem Alltag. Weil es zu mir gehört, als ein Teil von mir. Also ran an die Kanji.

Mehr zum Projekt 12 in 2012 erfährst du hier.

Alles Liebe,