Besser einfach – einfach besser – Bianka Bleier, Birgit Schilling

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Das Buch ist mein B-Beitrag für die ABC Challenge.

Besser einfach – einfach besser ist eines der wenigen Sachbücher, das ich dieses Jahr gelesen habe. Es geht in dem Buch darum, wie man den Haushalt besser führen kann.

„Besser“ bedeutet in diesem Fall nicht perfekter oder vorbildlicher sondern so, dass einem selbst mehr Zeit bleibt und man glücklicher dabei ist Familie und Wohnung/Haus zu haben. Es basiert auf der Theorie, dass es unterschiedliche Arten gibt, den Haushalt zu führen. Auf der einen Seite zum Beispiel perfekt, durchgeplant oder blitzblank, auf der anderen Seite mit möglichst wenig Zeitaufwand, spontan usw. Die meisten Hausfrauen möchten all dies gleichzeitig.

Und genau hier setzt das Buch an. Es macht einem klar, dass das unmöglich ist. Wer ein perfektionistisches Haus ohne jegliche Staubfluse möchte, wird das nicht mit Mini-Zeitaufwand schaffen. Jeder hat seine eigene Art den Haushalt anzugehen und man muss für sich Prioritäten setzen.

Nachdem einem das vor Augen geführt wurde geht es an konkrete Beispiele. Die Autorinnen erzählen viel aus ihrem eigenen Leben und geben Tipps wie sich der Zeitaufwand für Standardaufgaben wie Wischen oder Wäschewaschen auf ein Minimum reduzieren lassen. Wer einen richtigen Survival-Haushalt führen möchte, führt regelmäßige Küchentage ein, an denen vorgekocht wird für die kommenden ein, zwei Wochen. Dann wird eingefroren und nur noch jeden Tag auf den Vorrat in der Tiefkühltruhe zurückgegriffen.

Natürlich muss jeder für sich entscheiden, ob er das möchte. Ich war nach dem Lesen erst mal hoch motiviert und habe festgestellt, dass sich Bento-Boxen fürs Büro mit einem Kochnachmittag am Sonntag sehr gut nach dem Survival-Prinzip für die ganze Woche vorbereiten lassen (Reis kann man gut einfrieren, einige typische Beilagen halten die kommenden fünf Tage). Aber auf Dauer umgesetzt habe ich es natürlich nicht. Vielleicht sollte ich das Buch auch nochmal in Ruhe lesen. Ich tendiere dazu in rasendem Tempo Bücher zu verschlingen, dann aber mindestens die Hälfte wieder zu vergessen. Nette Impulse gibt Besser einfach – einfach besser auf jeden Fall.

Alles Liebe,



Frankenstein – Mary Shelley & The Picture of Dorian Gray – Oscar Wilde

Für mein Hauptseminar Monstrous Doubles, das sich mit dem Doppelgänger-Phänomen beschäftigt, habe ich unter anderem die folgenden Bücher von Mary Shelley und Oscar Wilde gelesen:

Die Bücher sind meine F-/Oktober– und P-/September-Beitrag für die I’m in…English und ABC Challenges.

Mary Shelleys Buch erzählt die Geschichte des jungen Studenten Victor Frankenstein, der getrieben von Wissensdurst das Geheimnis entdeckt, totes Fleisch zum Leben zu erwecken. Er erschafft das Monster, wendet sich aber nach dessen Belebung angewidert von der Kreatur ab. Verwzeifelt und mit kindlicher Naivität schlägt sich das Monster durch und lernt langsam die menschliche Zivilisation mit Schrift und Sprache kennen. Es wünscht sich nichts mehr, als dazu zu gehören und angenommen zu werden, doch durch seine Andersartigkeit wird es stets abgewiesen. Verzweifelt wendet es sich gegen seinen Schöpfer und zerstört systematisch Frankensteins Leben.

The Picture of Dorian Gray behandelt das Leben eines selbstverliebten, jungen Adligens, der seine Seele verkauft um immer jung und schön zu bleiben. Alle Erlebnisse, vor allem die negativen, seines Lebens zeichnen sich nicht in seinem Gesicht ab. Stattdessen altert ein Porträt, das ein befreundeteter Maler von Dorian gezeichnet hat. Durch die Makellosigkeit seines Geischts fühlt sich Dorain von aller Sünde weit entfernt, was soweit führt, dass er sogar einen Mord begeht. Doch sein Gewissen schweigt nicht für immer.

Frankenstein war eines meiner Lese-Highlights diesen Jahres. Aus Zeitgründen musste ich das Buch innerhalb eines Abends lesen, hatte aber unglaublich Spaß dabei. Die angesprochenen Themen sind heute noch genau so aktuell wie damals: Haben wir ein Recht in Gottes Schöpfung einzugreifen? Nach welchen Maßstäben urteilen wir über andere? Wer Lust auf einen Klassiker der Englischen Literatur hat, sollte hier zugreifen.

Gewitzte Dialoge sind das, was Oscar Wildes Romane ausmachen. Hier war mir dies allerdings etwas zu langweilig, beziehungsweise ich war nicht gefesselt genug, um mich voll und ganz darauf einzulassen. Zum Teil habe ich vorgeblättert, wenn zum Beispiel über Seiten hinweg beschrieben wurde, mit welchen Künsten und Hobbies Dorian sich gerade auseinandersetzt. Lesenswert ist es dennoch und die Geschichte sollte man kennen. Wie würden wir alle handeln, wenn wir unser Gewissen auslagern, unsere Sünden und Verbrechen von uns wegschieben könnten?

Alles Liebe,



Guardian of the Gate & Circle of Fire – Michelle Zink

Ich habe dieses Jahr die komplette Prophecy of the Sisters Trilogie von Michelle Zink gelesen (Rezension zu Band 1):

Dabei ist Band 2 mein G-Beitrag und Band 3 mein November-Beitrag für die I’m in…English und ABC Challenges.

Band 2 spielt circa neun Monate nach dem ersten. Lia und Sonia haben die Zeit seitdem in London verbracht und warten nun darauf, dass Luisa aus New York eintrifft, um sich gemeinsam auf den Weg zur geheimnisvollen Ordensinsel Altus zu machen. Dort erhoffen sie sich Antworten auf viele Fragen, die die Prohezeiung betreffen. Vor allem wo sich die fehlenden Seiten befinden, die Aufschluss geben sollen wie das Tor geschlossen und Samael auf ewig verbannt werden kann.

Doch die Reise ist nicht ungefährlich. Die Seelen sind ständig am Werk und versuchen einen Keil zwischen Lia und ihre Freundinnen zu treiben. Sie beginnt stückweise zu zweifeln, wem sie noch trauen kann. Einzig bei Dimitri, einen jungen Mann aus dem Orden, fühlt sie sich geborgen und, soweit es unter den Umständen möglich ist, beschützt. Sie verliebt sich und versucht ihren Ex-Freund zu vergessen, doch es versetzt ihr dennoch einen Stich als ausgerechnet ihr Zwillingsschwester Alice Ansprüche auf James erhebt.

Mehr und mehr hat Lia damit zu kämpfen, dass ihre angeborene Rolle als Engel des Chaos Tribut fordert und erfüllt werden möchte. Das Dunkel und die Seelen nehmen sie langsam ein und Lia ist sich nicht einmal mehr sicher, ob sie sich selbst noch trauen kann.

Es hat Spaß gemacht die Prophecy of the Sisters Reihe zu lesen. Sie ist Michelle Zinks Erstlingswert und bei weitem nicht so ausgereift wie andere Fantasy-Bücher, die ich gelesen habe, doch je weiter die Geschichte voranschreitet umso besser wird sie. Schade ist, dass Band 2 zwar im vikotianischen London spielt, man aber kaum etwas von der Zeit und den Sitten der Ära mitbekommt. Das Verhalten der Mädchen ist teils etwas unrealistisch für das Ende des 19. Jahrhunderts, aber dafür ist es ja auch nur ein Roman. Ich konnte darüber hinwegsehen und statt dessen Lias Emanzipations-Prozess genießen.

Alles Liebe,



Harry Potter: The Half-Blood Prince & The Deathly Hallows – J.K.Rowling

Diesen Sommer habe ich meinen zweiten Komplett-Re-read von Harry Potter beendet:

Dabei ist Band 6 mein Juni-/H-Beitrag und Band 7 mein Juli-Beitrag für die I’m in…English und ABC Challenges.

Über den Inhalt verliere ich jetzt mal keine großen Worte mehr. Die meisten von euch werden die Bücher selbst gelesen haben und Mr. Perfect steckt gerade mitten im 7. Band, da will ich natürlich nicht spoilern.

Viele finden ja den 6. etwas langeweilig, mir ging das auch beim erneuten lesen überhaupt nicht so. Ich liebe das Dahingeplätscher mit dem Hogwarts-Oberstufen-Alltag. Wenn man merkt, wei die Hauptpersonen mehr und mehr erwachsen werden und sich das Leben ändert.

Band 7 ist sowieso der Knaller xD Ich mag die düstere Stimmung, die Mischung aus Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, wie jeder der wichtigen Charaktere seinen Auftritt bekommt.

Ich liebe die Harry Potter Bücher einfach. Und gerade frage ich mich, wie viel Zeit ich vergehen lassen muss, bevor ich nicht als verrückt abgestempelt werde, wenn ich wieder mit dem ersten Band von vorne beginne :3

Alles Liebe,



The Luxe & Rumors – Anna Godbersen

Ich habe dieses Jahr zwei der vier Luxe Romane von Anna Godbersen gelesen:

Dabei ist Band 1 mein August-/L-Beitrag und Band 2 mein Dezember-/R-Beitrag für die I’m in…English und ABC Challenges.

Die The Luxe Reihe ist angesiedelt in New York Ende des 19. Jahrhunderts. Es dreht sich alles um die Töchter und Söhne der High Society. Allen voran Elizabeth, die Vorzeigetochter der Familie Holland und deren jüngere Schwester Diana, ein wenig verträumt und leidenschaftlich. Elizabeths beste Freundin Penelope Hayes ist für Intrigen und ungeziemes Verhalten zuständig. Im Mittelpunkt steht ebenfalls der Frauenschwarm und Weiberheld Henry Schoonmaker, mit dem ausgerechnet Elizabeth verlobt wird, obwohl sie einen anderen liebt. Und eigentlich Penelope Henry will. Und Henry sich auch noch ausgerechnet in Diana verliebt.

In einer Welt voll Glamour und Pomp gibt es aber auch eine andere Seite: die der Dienstboten und Zimmermädchen. Zum Beispiel Will Keller, der Stalljunge der Hollands, der in den Westen ziehen will um Gold oder Öl zu finden. Oder Elizabeths Magd und ehemalige Freundin Lina, die auch gerne in seidenen Kleidern auf Bällen die Nacht zum Tag lassen werden würde.

In erster Linie habe ich den ersten Luxe-Band wegen des Covers gekauft. Dicht gefolgt vom Fin de siecle-Setting in New York. Die Serie wird oft beschrieben als Gossip Girl nur 110 Jahre früher und eigentlich trifft das den Nagel ganz gut auf den Kopf. Es ist leichte Unterhaltung, die ganz nebenbei einen Einblick in das Leben und die Sitten der viktorianischen Zeit gibt, in der Frauen keine Entscheidungsfreiheit hatten und die Liebe fast nie siegte.

Der erste Band war nett, der zweite gefiel mir dann richtig gut, weil man alle Charaktere schon kennt und so richtig in der Geschichte drin ist. Wer wie ich gern Romane liest, die zu dieser Zeit spielen, und idealerweise noch Spaß an Gossip Girl hat, sollte einen Blick riskieren. Ich werde auf alle Fälle die weiteren zwei Bände auch lesen.

Alles Liebe,



The Hunger Games – Suzanne Collins

Heute möchte ich euch die The Hunger Games Trilogie von Suzanne Collins vorstellen:

Dabei ist Band 1 auf Deutsch (Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele)  mein T-Beitrag, Band 2 mein Mai-/C-Beitrag und Band 3 mein M-Beitrag für die I’m in…English und ABC Challenges.

In Zukunft ist das Land Panem in 12 Bezirke aufgeteilt, regiert vom Kapitol. Jedes Jahr treten zwei Jugendliche pro Bezirke in den sogenannten Hunger Games gegeinander an. Dabei kann nur Einer gewinnen: derjenige, der als letzter überlebt.

In manchen Bezirken werden Kinder gezielt für die Spiele ausgebildet, doch in Bezirk 12 – einem der ärmsten und zugleich Heimat der jungen Katniss Everdeen – meldet sich niemand für dieses grausames Spektakel. Stattdessen werden jährlich bei der „Ernte“ zwei Namen gezogen. Als ausgerechnet Katniss‘ jüngere Schwester Primrose als Tribut ausgewählt wird, denkt Katniss nicht lange nach und meldet sich an ihrer statt.

So kommt es, dass sie gemeinsam mit dem Bäckerjungen Peeta ins Kapitol reist um bald darauf in der Arena anzutreten. Begleitet werden sie als Mentor vom einzigen Sieger, den Bezirk 12 jemals hervorgebracht hat: einem alternden Alkoholiker namens Haymitch. Er ist eigentlich dafür zuständig die beiden Schützlinge gut zu betreuen und Sponsoren für sie zu gewinnen, die Geschenke während des Kampfs in der Arena finanzieren, doch die meiste Zeit ist er zu betrunken um den Beiden irgendeine Hilfe zu sein.

Katniss hat einen Vorteil. Von ihrem Vater hat sie gelernt, im Wald mit Pfeil und Bogen zu jagen. Sie weiß wie man sich in der Wildnis verhalten muss um zu überleben. Zumindest unter normalen Umständen. Nun steht sie 23 anderen Jugendlichen gegenüber, die wie sie nur den Wunsch haben zu überleben und nach Hause zurück zu kehren. Der Kampf in der Arena beginnt und Katniss kämpft ums blanke Überleben. Gegen die Umstände, gegen von der Regierung genmanipulierte Tiere, gegen die anderen Tribute.

Dabei wird alles akribisch von Kameras aufgezeichnet und an alle Haushalte in Panem übertragen. Die Bezirke sind dazu verpflichtet zuzusehen, wie ihre eigenen Kinder sich gegenseitig zerfleischen. Im Kapitol wird das ganze als Medien-Spektakel gefeiert. Die verwöhnten Bewohner der Hauptstadt haben Lieblinge, schließen Wetten ab und sehen die Spiele als ein großes Spaßevent an.

Katniss kämpft nicht nur für ihr Überleben, sondern auch gegen die bestehende Gesellschaftsordnung. Gegen eine Gesellschaft, in der es etwas wie die Hunger Games geben kann.

Es ist schwierig mehr über The Hunger Games zu schreiben, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Gerade der Spannungs-Effekt ist es, was die Bücher so lesenswert macht. Da die Bände in der Gegenwartsform aus ich-Perspektive erzählt werden, ist man nach wenigen Seiten gefesselt und kann die Bücher nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe alle drei verschlungen, habe gelesen, während ich gedankenverloren nebenher im Kochtopf rührte und das aktuelle Buch vor der Dusche bereit gelegt, so dass ich mit möglichst wenig Zeitverlust weiterlesen konnte. Ich habe den Zug später genommen um noch weiterlesen zu können und bin fast vergangen vor Ungeduld, als der letzte Band nicht so schnell geliefert wurde, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Es fällt mir schwer das zuzugeben, doch The Hunger Games haben mich wahrscheinlich noch mehr gefesselt als Harry Potter und das will bei mir was heißen. Dabei leben die Bücher aber nicht nur vom Pageturner-Effekt, sondern regen vor allem zum Nachdenken an. Ich hatte noch Nächte danach keine Ruhe, weil mir die Spiele nicht aus dem Kopf gingen und Gedanken, wie ähnlich unsere Gesellschaft wohl der von Panem schon gekommen ist.

Wer die Bücher noch nicht gelesen hat: Bestellt sie euch jetzt, SOFORT! Und zwar am besten gleich alle drei, denn ihr werdet ohne Unterbrechung weiterlesen wollen.

Alles Liebe,